Mückenstiche?
Vorbeugen! Wie schützt man sich vor Mücken?

Um Mückenstiche zu vermeiden gibt es zahlreiche mehr oder minder wirksame Hilfsmittel – zu den effektivsten zählen Mückenspray, Moskitonetze und Mückenschutzkleidung.

 

Wenn man zusätzlich einige Vorsichtsmaßnahmen befolgt, lässt sich einiges erreichen.

 

Die wichtigsten Tipps gibt es hier zusammengefasst.

Wie schützt man sich vor Mückenstichen und Insektenstichen?

Während Mückenstiche zuhause nur lästig, juckend und unangenehm sind, können sie auf einer Reise in die Tropen zu einer echten Gefahr werden. Tropenkrankheiten wie Malaria und Dengue drohen. Deshalb spielt der Mückenschutz eine wichtige Rolle, wie in Form der Expositionsprophylaxe, was einfach bedeutet Mückenstiche zu vermeiden. Aber auch in den gemäßigten Breiten, besonders beim Wandern in der Natur, können einige der folgenden Ratschläge zum Mückenschutz hilfreich sein:

Wie vermeidet man Mückenstiche?

  • Mückenspray auf unbedeckte Haut
  • Moskitoschutzkleidung mit Permethrin tragen
  • langärmlige Oberteile und lange Hosen tragen,
    Oberteil in die Hose,
    Hose in die Socken stecken,
    Kleidung mit eng abschließenden Bündchen präferieren
  • helle Kleidung tragen
  • in klimatisierten Räumen aufhalten und Unterkünfte mit Klimaanlage buchen
  • Schlafen unter imprägniertem Moskitonetz (im Zweifel selbst mitnehmen!)
  • in der Dusche aufpassen! erst alle Moskitos beseitigen
  • Netz oder Gitter für Fenster und Tür sind vorteilhaft,
    eventuell auch einsprühen, ebenso die Vorhänge
  • Socken imprägnieren
  • Bettlaken, Handtücher, Nachthemd, Socken, Kopfbedeckung, Schlafsack und Inlets imprägnieren

Für eine Reise in die Tropen gilt:
Je mehr Maßnahmen man kombiniert, desto besser.
Man kann die Infektionswahrscheinlichkeit für Malaria, Dengue und weitere von Mücken übertragene Krankheiten damit um bis zu 90% senken!

Welche Mittel gegen Mücken gibt es?

Für die Haut

 

Für die Kleidung

 

natürliche Insektenabwehr, unzuverlässig!

  • Zitronella

 

Diese Mittel wirken auch gegen Zecken und andere Insekten

Warum sollte man Mückenstichen vorbeugen?

Mücken übertragen in den Tropen eine Reihe von gefährlichen Krankheiten. Deshalb sollte man Mückenstiche so gut wie möglich vermeiden. Zuhause sind Mückenstiche meist nur lästig, unter Umständen kann aber auch ein entzündeter Mückenstich das Ergebnis des Kontakts mit einer Mücke sein. Zudem scheinen in letzter Zeit allergische Reaktionen auf Mückenstiche zuzunehmen. Die üblichen Symptome sind der allseits bekannte Juckreiz und eine Schwellung.

Wenn man schon gestochen wurde:
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Der Bite Away Stichheiler lindert die Symptome von Insektenstichen und -bissen. Gegen die Übertragung von Krankheiten kann man damit jedoch nichts ausrichten.

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Der wirklich wichtige Grund, warum man Mückenstiche vermeiden sollte, sind Krankheiten, die in bestimmten Regionen auftreten. Die folgenden Krankheiten können Mücken und andere Insekten übertragen:

Welche Krankheiten können Mücken, Zecken und andere Insekten übertragen?

Mücken

  • Malaria
  • Dengue
  • Chikungunya
  • japanische Enzephalitis
    (Impfung!)
  • Gelbfieber
    (Impfung!)
  • Zika Virus
  • St.-Louis-Enzephalitis
    (besonders in den USA)
  • West-Nil-Fieber
    (besonders in den USA – generell selten und nur selten schwerer Verlauf, meistens symptomfrei)
  • Filariose
  • Sindbis-Fieber

Zecken

  • Borreliose, Lyme-Borreliose
  • FSME
    (Impfung!)
  • Babesiose
    (besonders in den USA und einigen Teilen Europas)
  • Rocky-Mountain-Fleckfieber
    (in den USA und auf dem restlichen amerikanischen Kontinent)

Sand flies, Sandfliegen

  • Leishmaniose
  • Phlebotomus-Fieber
    (Toskana-Virus)

Wann und wo sind Mücken besonders aktiv?

Bei Mücken sind einige Aufenthaltsorte besonders beliebt. Je nach Mückenart sind die Mücken auch zu unterschiedlichen Tageszeiten unterwegs. Die folgenden Punkte sind teilweise auf Reisen, teilweise aber auch zuhause relevant.

Wann sind Mücken besonders aktiv?

  • Abenddämmerung, Morgendämmerung, Nacht:
    – Anopheles-Mücke: Malaria-Überträger
    – Culex-Mücke: u.a. Überträger der Japanischen Enzephalitis
  • tagsüber, besonders am Morgen und Abend:
    – Aedes-Mücke: Überträger von Dengue- und Gelbfieber
  • kein oder wenig Wind
  • Regenzeit

Wo halten sich vermehrt Mücken auf?

  • stehende Gewässer
    (auch Regentonnen, Regenrinnen, alte Autoreifen, Wasserpfützen – alles worin sich Wasser sammeln kann)
  • langsam fließende Gewässer
    (Seen, Flüsse, Bäche, Rinnsale)
  • Vegetation, Wald, Pflanzen, Plantagen

Wann sind Mücken weniger aktiv?

  • Trockenzeit
  • an windigen Tagen

Wo sind Mücken weniger anzutreffen?

  • am Meer, an der Küste
    (auch weil windig)
  • in der Wüste
  • in trockenen und vegetationsarmen Regionen
  • an windigen und exponierten Stellen
  • hohe Berge, blanker Fels oder oberhalb der Vegetationsgrenze
  • in großer Höhenlage

 

Was gilt für Mücken und die Vermeidung von Mückestichen bei Reisen in die Tropen?

Mücken plagen einen in vielen Regionen der Erde. Das Hauptrisikogebiet für eine Infektion mit Malaria und Dengue liegt aber in den tropischen oder subtropischen Gegenden der Welt. Die Plasmodien, Erreger der Malaria, benötigen je nach Art Temperaturen ab etwa 15°C um sich zu entwickeln. Auch die Anopheles-Mücke, der Überträger der Malaria, kann erst ab etwa 10°C überleben. Oberhalb dieser Grenze gilt grob gesagt, dass sich die Mücken mit zunehmender Temperatur schneller entwickeln, bis zu einer Maximaltemperatur, oberhalb derer es für die Mücken wieder ungemütlich wird. Das Optimum liegt bei etwa 25-30°C. Ab etwa 40°C wird es den Moskitos zu heiß, sie sterben oder können sich nicht mehr so schnell vermehren. Dafür müssen allerdings dauerhaft und konstant über einen längeren Zeitraum diese Temperaturen erreicht werden. Und kühlere Verstecke finden sich fast überall.

Wann?

Besonders während der Regenzeit trifft man auf große Mückenschwärme, aber auch in der Trockenzeit sollte man Moskitoschutz keinesfalls vernachlässigen.

Die Anopheles-Mücke, der Überträger der Malaria ist besonders während der Morgen-und Abenddämmerung, sowie in der Nacht, aktiv. Dasselbe gilt für die Culex-Mücke, unter anderem Überträger der Japanischen Enzephalitis.

Die Aedes-Mücke ist hingegen vornehmlich tagsüber aktiv. Diese Mückenart ist der Vektor für Dengue-Fieber und Gelbfieber.

Man muss sich also Tag und Nacht, rund um die Uhr, schützen!

Mücken können bei starkem Wind nicht oder nicht zielgerichtet fliegen, da sie ihre Flugbahn nicht einhalten können. Das bedeutet, dass man an windstillen Tagen tendenziell mehr von Mücken belästigt wird.

Wo?

Mücken brauchen Wasser für ihre Entwicklung, da sie ihre Eier im Wasser ablegen. Das bedeutet, dass Mücken auf die relative Nähe von Wasser angewiesen sind und dort in großen Mengen angetroffen werden. Zum Eierlegen werden stehende Gewässer oder langsam fließende Gewässer, wie Seen, langsam fließende Flüsse und Bäche benötigt. Das können aber auch menschliche Siedlungen mit Wassertanks, Abwasser und alten Autoreifen bieten. Außerdem brauchen Mücken für ihre Entwicklung eine ausreichend hohe Luftfeuchtigkeit.

Am Meer, vor allem direkt an der Küste, gibt es tendenziell weniger Mücken. Erstens sind ihnen die Wasserbewegungen des Meeres zu turbulent zum Eier ablegen. Zweitens ist es meist zu windig. Tendenziell weniger bedeutet allerdings nicht, dass man hier gar keine Mücken vorfindet. Bei einem Strandurlaub in einem tropischen Land sollte man auf keinen Fall den Mückenschutz vernachlässigen. Mücken entwickeln sich hier in der Nähe von Hotelanlagen und Unterkünften, Pools, in der Stadt, dort befindlichen oder nahegelegenen kleinen Gewässern, Regentonnen, Abwässern – sie finden so gut wie überall eine Möglichkeit. Vor allem wenn es reichen Pflanzenbewuchs gibt, ist die Wahrscheinlichkeit groß, dass Mücken vorhanden sind. Grünzeug deutet auf ausreichend Wasser und Schatten hin.

Vegetation ist ein zweiter Punkt, der als Mückenmagnet gilt. Mücken halten sich tendenziell eher in grünen, stark bewachsenen Gegenden oder im Wald auf als in vegetationsarmen Gebieten. Regenreiche Gegenden sind außerdem stärker mückengeplagt, trockene Gebiete sind eher nichts für Mücken.

Die Wahrscheinlichkeit in der Wüste auf Mücken zu treffen ist dementsprechend gering (außer es handelt sich um eine Stadt in der Wüste). Auch in großen Höhenlagen, im Gebirge, vor allem oberhalb der Vegetationsgrenze und an kargen Stellen, wo es nur noch blanken Fels gibt, beißen sich Mücken die Zähne aus. Ein Faktor der ihnen dort zu schaffen macht ist die Temperatur – es ist schlicht zu kalt.

 

Welche Faktoren ziehen Moskitos an?

Viel beeinflussen kann man bei einigen dieser Faktoren zwar nicht, aber die folgenden Merkmale ziehen Mücken an und erhöhen die Wahrscheinlichkeit einen Mückenstich abzubekommen:

Worauf fliegen Mücken?

  • Kohlenstoffdioxid (CO2)
    [beim Ausatmen]
  • (Körper)wärme
  • Feuchtigkeit
  • Schweiß
    [Feuchtigkeit und Geruch]
  • Menschen beim Sport oder anderer körperlicher Anstrengung
    [vermehrt Körperwärme, CO2-Ausstoß und Schweiß]
  • Schwangere
    [wegen erhöhter Körperwärme und erhöhtem CO2-Ausstoß]
  • dunkle Farben
    [reflektieren Licht, Wärme]
  • Milchsäure, Ammoniak
    [Stoffwechsel des Menschen; fungieren als Kairomone]
  • Alkohol im Blut
  • Limburger Käse
  • Käsefüße
    [gleiches Bakterium beteiligt wie beim Limburger Käse]
  • Parfum, parfümiertes Deo oder Bodylotion
    – besonders fruchtiges oder blumiges
Mücken fliegen auf alles, was einen als Menschen oder Lebewesen erkennbar macht. Dazu zählen eine große Kohlenstoffdioxid-Wolke bei Ausatmen, Körperwärme, Schweiß und die grobe Form als solides Objekt. Visuell könne sich Moskitos nicht besonders gut orientieren, nehmen einen aber schemenhaft wahr.

Milchsäure, Ammoniak, Harnsäure und andere Stoffwechselprodukte des Menschen werden von Mücken über spezielle Rezeptoren wahrgenommen, wie mit Menschen-Detektoren. Diese Stoffe sind Kairomone, also Botenstoffe die dem Empfänger, in dem Fall der Mücke, nützen, nicht aber dem Sender, hier dem Menschen.

Wenn man Sport macht oder sich anderweitig körperlich anstrengt, kommt der Schweißgeruch zum tragen. Zusätzlich wird einem beim Sport warm und man atmet stärker, also kommen noch die Faktoren Körperwärme und Kohlenstoffdioxid dazu, was wiederum Mücken anzieht. Große Menschen haben hier leichte Nachteile.

Auch bei Schwangeren ist die Körperwärme grundsätzlich leicht erhöht. Außerdem atmen sie mehr Kohlenstoffdioxid aus, was sie bei Mücken beliebt macht.

Stinkende Füße sind für Moskitos besonders anziehend, was mit dem Schweißgeruch in Verbindung steht. Außerdem fliegen sie auf Limburger Käse, an dessen Geruch dasselbe Bakterium beteiligt ist wie bei riechenden Füßen.

Auch auf alkoholisierte Menschen fliegen Mücken mit Vorliebe. Wer also abends noch das ein oder andere Bier genießen will, ist im Nachteil.

Daneben werden Mücken von Feuchtigkeit angezogen, da sie Wasser zur Vermehrung brauchen und darauf sensibilisiert sind. Daher rührt auch ein Teil der Anziehungskraft von Schweiß.

Dunkle Farben sind ebenfalls ein Mückenmagnet, da sie Licht absorbieren und dabei Wärme erzeugt wird.

Auf Pafums, Deos und Bodylotions mit blumiger oder fruchtiger Note sollte man vorsichtshalber verzichten. Mücken ernähren sich auch von Blütennektar, wenn sie nicht gerade Blut saugen, was die Anziehungskraft erklärt. Mücken-Männchen ernähren sich sogar ausschließlich davon, es sind lediglich die Weibchen, die stechen, weil sie Proteine aus dem Blut zur Produktion ihrer Eier brauchen.