Mückenschutzkleidung:
imprägniert und stichdicht gegen Moskitos

Mückenschutzkleidung ist eine der Säulen des optimalen Mückenschutzes. Besonders während einer Reise in die Tropen oder auf einer Safari ist es von großer Bedeutung, sich die nicht ganz ungefährlichen Moskitos vom Leib zu halten und Mückenstiche zu vermeiden. Auch wenn man auf seiner Reise andere Ziele ansteuert, ist man den lästigen Wegbelgleitern mit Mückenschutzkleidung einen Schritt voraus.

Dieser Bericht liefert Details zum Thema Mückenschutzkleidung, doch erst einmal die wichtigsten Punkte zusammengefasst:

3 Möglichkeiten für Mückenschutzkleidung

dauerhaft wirksame Mückenschutzkleidung mit eingearbeitetem Permethrin

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  • dauerhafter Insektenschutz
  • kein Arbeitsaufwand
  • kein Nachimprägnieren
  • Kostenersparnis bei häufiger Verwendung
  • kaum Ablösung des Wirkstoffs
  • optimal für eine Reise in die Tropen

  • bei einmaligem Einsatz verhältnismäßig teuer
  • Passform, Sortiment und Aussehen vom Hersteller abhängig
  • für eine Reise nach Skandinavien, Kanada, … möglicherweise zu große Kaliber

Dauerhaft mückenabweisende Kleidung
Craghoppers NosiLife

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selbst imprägnierte Mückenschutzkleidung

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  • bei einmaliger Verwendung günstiger
  • selbst ausgewählte, gut sitzende Kleidung verwendbar
  • gut für Tropen geeignet

  • Arbeitsaufwand
  • Nachimprägnieren nötig (manchmal selbst während der Reise)
  • wiederholte Kosten
  • verwendete Kleidung aus dem Alltagsgebrauch aussortieren, wenn man Wirkstoffrückständen nicht traut
Imprägniermittel von Nobite
Nobite Kleidung
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stichdichte Mückenschutzkleidung

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  • für Länder ohne akutes Malariarisiko geeignet
  • fürs Trekking in Skandinavien, Nordamerika, Neuseeland, …
  • kein Arbeitsaufwand
  • ohne Chemie

  • ohne Wirkstoff zu unsicher für die Tropen, wenn das Risiko für Malaria, Dengue oder andere Tropenkrankheiten besteht
  • kein insektizider Effekt – Insekten werden bei Kontakt mit dem Stoff nicht abgetötet
  • Insekten können an der Kleidung entlang auf die Haut kriechen
  • Stoffe zum Teil für Reise in die Tropen zu dick und zu warm

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mit G1000

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Bei einer Reise in tropische Länder wie Thailand, Indonesien und die Philippinen, nach Brasilien oder auf Safari in Südafrika oder Kenia
gehören Mückenschutz und Malaria-Prophylaxe zu den wichtigsten Reisevorbereitungen, um die man sich Gedanken machen muss.

Mücken übertragen gefährliche Krankheiten wie Malaria, Dengue-Fieber und das Zika-Virus, vor denen man sich effektiv nur durch die
Vermeidung von Mückenstichen schützen kann. Das wird als Expositions-Prophylaxe bezeichnet.

Aber auch in den gemäßigten Breiten, in Regionen wie Skandinavien, Nordamerika, Neuseeland, oder eigentlich überall auf der Welt, wo man sich in der Natur aufhält, bleibt man nicht von Mücken und anderem Getier verschont. Dabei lauern Gefahren – Zecken können Krankheiten wie Borreliose übertragen und Sandfliegen sind unter anderem für Leishmaniose und Phlebotomusfieber verantwortlich.

Mückenschutzkleidung ist eine Säule des optimalen Mückenschutzes,
um sich die nervigen und nicht immer ungefährlichen Plagegeister vom Leib zu halten. Die anderen Bausteine sind Repellents, imprägnierte Moskitonetze und die Beachtung einer Reihe von Vorsichtsmaßnahmen.

Wenn man sich mit Mückenschutzkleidung befasst, stehen 3 Möglichkeiten zur Auswahl: Dauerhaft wirksame Mückenschutzkleidung, selbst imprägnierte Mückenschutzkleidung oder Mückenschutzkleidung mit stichdichten Stoffen.


 

Mückenschutzkleidung – wie hält man sich Mücken & Co. vom Leib?

Zur Imprägnierung von Mückenschutzkleidung wird immer der selbe Wirkstoff – Permethrin – eingesetzt. Egal ob in Mitteln zum selbst Imprägnieren oder bei Mückenschutzkleidung mit dauerhaft in den Stoff eingearbeitetem Mückenschutz (NosiLife, InsectShield). Darüber hinaus gibt es besonders dicht gewebte und damit stichsichere Kleidung, die sich als Insektenschutz vor allem außerhalb von Risikogebieten eignet. Daneben gibt es auch Mückenschutzkleidung, die beide Eigenschaften in sich vereint – sie ist moskitodicht und dauerhaft mückenabweisend.

Dauerhaft wirksame Mückenschutzkleidung

 
Bei dauerhaft insektenabweisender Kleidung, wie sie unter anderem zum Mückenschutz verwendet wird, ist Permethrin ins Gewebe eingearbeitet. Da der Wirkstoff in den Stoff eingewebt ist, bleibt der Insekten- und Mückenschutz dauerhaft erhalten.

Beim verwendeten Wirkstoff Permethrin handelt es sich um ein Insektizid, nicht nur um ein Repellent. Dadurch wird das Insekt nicht nur am Landen gehindert, sondern wird abgetötet, falls es sich dennoch auf dem Stoff der Mückenschutzkleidung niederlässt. Im Gegensatz zu DEET und Icaridin wird nicht nur der Geruch des Menschen maskiert. Das wagemutige Insekt überlebt den Kontakt mit der Substanz nicht.

Dauerhaft wirksame Moskitoschutzkleidung hat den Vorteil, dass man selbst keine Imprägnierung vornehmen muss. Damit spart man sich nicht nur Arbeit und Zeit, sondern bei mehrmaligem Einsatz der Mückenschutzkleidung auch Geld. Zudem kann man bei Mückenschutzkleidung mit dauerhaft eingearbeitetem Permethrin davon ausgehen, ein sicher und fachgemäß wirkstoffbehandeltes Kleidungsstück zu erhalten. Bei eigenhändigem Imprägnieren wäre eine Fehlanwendung denkbar, wenn man nicht gemäß Anleitung vorgeht. Außerdem läuft man nicht Gefahr Permethrin einzuatmen, wenn man sich selbst betätigt und mit einer Flasche Insektizid an seiner Mückenschutzkleidung in spe herumsprüht. Dies ist ein weiterer Vorteil von Kleidung, in deren Fasern Permethrin bereits eingearbeitet ist.

Darüber hinaus hält selbst imprägnierte Mückenschutzkleidung nur 1 Wäsche und muss nach jedem Waschen neu imprägniert werden!

Kinder unter 3 Jahren sollten keine mit Permethrin behandelte Kleidung tragen. Dabei geht es auch darum, dass die Permethrin-behandelte Mückenschutzkleidung nicht in den Mund genommen werden darf. Das ist auch bei größeren Kindern zu beachten. Die Mückenschutzkleidung von Craghoppers gibt es für Kinder erst ab dem Alter von etwa 5 Jahren. Unter einem Moskitonetz mit Permethrin-Imprägnierung können Babys und kleine Kinder laut Hersteller des Imprägniermittels Nobite allerdings schlafen. Babys und Kleinkinder kann man auch in einem Reisebettzelt mit Mückennetz in Sicherheit bringen.

Permethrin wird von Sonnenlicht zersetzt. Deshalb ist es empfehlenswert Kleidungsstücke mit Permethrin-Behandlung bis zur Verwendung in dunklen, luftdichten Tüten aufzubewahren. Dafür eignen sich Müllbeutel oder wiederverschließbare, getönte Tüten.

Mückenschutzkleidung – NosiLife von Craghoppers und InsectShield bei diversen Herstellern

 
An dauerhaft mückenabweisender Kleidung stehen vor allem NosiLife von Craghoppers und Moskitoschutzkleidung mit InsectShield zur Auswahl.

NosiLife von Craghoppers behält nach 100 Wäschen immernoch 98% seiner Wirkung, damit ist die Schutzfunktion der Mückenschutzkleidung dauerhaft. Nosi, ehemals Nosquito, ebenfalls von Craghoppers, behhält seine Funktion über 39 Wäschen. Und InsectShield bleibt normalerweise für 70 Wäschen wirksam – was laut Hersteller der gewöhnlichen Lebensdauer eines Kleidungsstücks gleichkommt.

Die Anzahl der Hersteller von dauerhaft insektenabweisender Kleidung ist begrenzt. Craghoppers mit dem Permethrin-versetzen Textil NosiLife sind mit am bekanntesten, auch aus der Kooperation mit Bear Grylls. Im Sortiment gibt es Mückenschutzkleidung für Damen, Herren und Kinder.

Die NosiLife-Mückenschutzkleidung von Craghoppers ist auch in Kombination mit NosiDefence, einem besonders engmaschigen und dichten Stoff, durch den Insekten nicht hindurchstechen können, erhältlich. Dies bietet zusätzlichen Schutz.

Zudem sind die Hosen, Hemden und Shirts von Craghoppers oftmals mit UV-Lichtschutzfaktor (UPF 40+) ausgestattet, leicht, schnell trocknend, atmungsaktiv und verfügen teilweise über einen feuchtigkeitsregulierenden Kragen. Dadurch sind sie als Mückenschutzkleidung für eine Reise in die Tropen hervorragend geeignet.

Außerdem heben sich die Kleidungsstücke von Craghoppers durch wirklich durchdachte Extras wie wasserdichte Hosentaschen, Schlüsselbänder oder versteckte Sicherheitstaschen von denen anderer Hersteller ab. Erst unterwegs merkt man wirklich, wie nützlich diese Features fürs Reisen sind. Die obligatorischen Zip-Off-Hosen sind auch im Sortiment vertreten.

Daneben gibt es eine Reihe von Herstellern, die InsectShield für ihre Mückenschutzkleidung verwenden. Als Beispiel wäre die Mückenschutzkleidung von exOfficio mit BugsAway zu nennen, sowie Cocoon, die einige mückenabweisende Pyjamas und Schlafanzüge unter dem Label Traveller’s Tree anbieten. Von Cocoon gibt es auch Anti-Moskito Schlafsäcke aus Baumwolle oder Seide.

Speziell fürs Trekking oder Freiluftarbeit in Gebieten mit Zecken- und Insektengefahr gibt es die Outdoor Research Bugout Gamaschen. Arbeitskleidung mit Insektenschutz gibt es von ProVerde.

Craghoppers NosiLife

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für Damen

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für Herren

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Wenn man schon gestochen wurde:
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Der Bite Away Stichheiler lindert die Symptome von Insektenstichen und -bissen. Gegen die Übertragung von Krankheiten kann man damit jedoch nichts ausrichten.

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Selbst imprägnierte Mückenschutzkleidung

Selbst imprägnierte Mückenschutzkleidung hat den Vorteil, dass sie sich relativ kostengünstig herstellen lässt. Auch kann man bei Bedarf relativ leicht nachimprägnieren, sofern man Imprägnier-Spray dabei hat.

Außerdem ist man bei seiner Mückenschutzkleidung nicht auf Passform, Sortiment und Modeverständnis des Herstellers angewiesen. Zudem kann man sich für luftige, weite und gemütliche Kleidung entscheiden.

Eine Flasche des Imprägniermittels von Nobite reicht je nach Größe und Konzentration für 4 bis 14 Kleidungsstücke. Allerdings muss man selbst imprägnierte Mückenschutzkleidung nach jedem Waschen neu imprägnieren. Nur wenn die Kleidung nicht gewaschen wird hält der Schutz bis zu 4 Wochen gegen Mücken und bis zu 2 Wochen gegen Zecken. Ungewaschen! Wenn man länger unterwegs ist und leicht packen will, muss man wahrscheinlich vor Ort nachimprägnieren. Denn besonders während einer Reise in den Tropen kann aufgrund von Hitze und Schwitzen häufigeres Waschen erforderlich sein.

Die Imprägnierung kann man auf 2 Arten vornehmen: Entweder mit Spray (teurer, weniger ergiebig) oder indem man in der Badewanne oder in einer großen Schüssel Kleidung in verdünntem Imprägniermittel einlegt (insgesamt günstiger und ergiebiger, aber auch unpraktischer, aufwändiger und unhandlicher für unterwegs).
Beim Imprägnieren kann man allerdings mit Permethrin in näheren Kontakt kommen, als einem lieb ist. Man sollte darauf achten Permethrin nicht an die Augen, Lippen oder Schleimhaut zu bekommen und es nicht einzuatmen.

 

Produkt
Inhalt
Wirkstoff
Mischverhältnis
Reicht für wie viele Kleidungsstücke?
Nobite Kleidung Spray 100 ml 100 ml Permethrin (2%) bis zu 4
Nobite Kleidung Spray 200 ml 200 ml Permethrin (2%) bis zu 9
Nobite Verdünner (Option 1) 100 ml Permethrin (5%) in Sprühflasche:
100 ml auf 200 ml Wasser
bis zu 14 Kleidungsstücke
Nobite Verdünner (Option 2) 100 ml Permethrin (5%) 100 ml auf 1 l Wasser bis zu 4 kg Textilien
(Moskitonetz,
Handtücher,
Bettlaken, …)
Die Wirksamkeit hält bis zu 4 Wochen gegen Insekten und Mücken und bis zu 2 Wochen gegen Zecken.
Nach jedem Waschen muss neu imprägniert werden!
Das Imprägnieren der Kleidung sollten nur Erwachsene übernehmen. Laut Hersteller des Impägniermittels Nobite sollten Schwangere selbst keine Imprägnierung vornehmen, können imprägnierte Mückenschutzkleidung aber tragen.

An gleicher Stelle liest man, dass die Kleidung von Babys und Kindern unter 3 Jahren nicht mit Permethrin imprägniert werden sollte. Ein Grund ist auch, dass Permethrin-behandelte Kleidung nicht in den Mund genommen werden darf. Das kann natürlich auch bei älteren Kindern vorkommen. Jeder kennt sein Kind am besten und sollte darauf achten. Schlafen unter einem Moskitonetz mit Imprägnierung ist laut Hersteller des Imprägniermittels Nobite allerdings möglich. Für Babys und Kleinkinder gibt es auch Reisebettzelte mit Mückennetz, die man nicht nur zum Schlafen, sondern auch tagsüber als Schutz vor Sonne und Mücken verwenden kann.

Wer sich Sorgen macht, dass Permethrin-Rückstande nach Verwendung als Mückenschutzkleidung auf der Lieblingskleidung bleiben und man diese aussortieren muss, und wem unwohl dabei ist, einmal imprägnierte Kleidung im Alltag wieder zu tragen, für den ist die Methode des Selbst-Imprägnierens entweder nichts, oder er sollte schon vorher dedizierte Kleidung abzwacken, auf die er hinterher verzichten kann.

Wenn man häufiger Reisen nach Südostasien (Thailand, Vietnam, Kambodscha, …), die Karibik oder den tropischen Teil Afrikas oder Lateinamerikas unternimmt oder einen längeren Aufenthalt plant, dann kann es sich lohnen in Kleidung mit dauerhafter Mückenschutz-Behandlung zu investieren.

Mückenschutzkleidung selbst imprägnieren mit Permethrin

Permethrin wird nur als insektenabweisender Wirkstoff für Kleidung, zum Beispiel für Mückenschutzkleidung, aber nicht als Hautschutzmittel verwendet. Gummi und Plastik werden – anders als bei DEET – nicht von Permethrin angegriffen. Der Stoff der behandelten Kleidung wird ebenfalls nicht in Mitleidenschaft gezogen und es bleiben keine Flecken oder Streifen zurück. Einmal getrocknet ist Permethrin geruchlos. Auch die Funktion von feuchtigkeitsregulierender Kleidung wird durch die Imprägnierung mit dem Wirkstoff nicht beeinträchtigt.

Die Imprägnierung von Kleidung und Textilien mit Permethrin sollte am besten im Freien erfolgen. Wenn dies nicht möglich ist, sollte zumindest bei geöffnetem Fenster gearbeitet werden.

Beim Imprägnieren sollte man Schutzhandschuhe tragen.

Nach dem Imprägnieren muss man die Mückenschutzkleidung trocknen lassen. Das dauert mindestens 2 Stunden.

Da Permethrin ein sehr hohes Gefährungspotential für Gewässer, Boden und Grundwasser hat, sollte man sich bei der Verwendung von Wasservorkommen fernhalten und keinesfalls Restwasser irgendwo in der Natur oder im Garten ausgießen. Permethrin ist sehr giftig für Wasserorganismen.

Aber auch in den Abfluss, ins Abwassersystem, in die Kanalisation, ins Oberflächen- oder Grundwasser darf man das Permethrin nicht gelangen lassen. Das Restwasser muss als Chemikale fachkundig entsprechend örtlichen Vorschriften entsorgt werden.

Permethrin kann allergische Hautreaktionen und schwere Augenreizungen hervorrufen.
Wenn man das Permethrin im ungetrockneten Zustand auf die Haut bekommt, soll man die kontaminierte Haut mit viel Wasser und Seife waschen. Falls man das Mittel in die Augen bekommen sollte, müssen sie sofort und lange vorsichtig mit viel Wasser ausgespült werden. Ein Arztbesuch ist ratsam. Falls man Permethrin versehentlich einatmet, soll man sofort an die frische Luft und als Vorsichtsmaßnahme einen Arzt aufsuchen.
Genaueres liest man in der Gebrauchsanweisung und dem Sicherheitsdatenblatt des Hersellers nach.

Da Sonnenlicht Permethrin zersetzt, sollte Permethrin-behandelte Moskitoschutzkleidung bis zur Verwendung in dunklen, luftdichten Tüten aufbewahrt werden. Dafür eignen sich Müllbeutel oder wiederverschließbare, dunkle Tüten.

Für Katzen ist nasses, feuchtes, noch flüssiges Permethrin giftig und kann sogar tödlich wirken. Deshalb sollte man Katzen fernhalten, wenn man Kleidung oder Wäsche selbst mit dem Wirkstoff behandelt. Sobald das Permethrin getrocknet ist, sollte es für Katzen wieder ungefährlich sein.

Textilien, die man neben Kleidung imprägnieren sollte

Woran man oft nicht auf Anhieb denkt:

Bettlaken, Handtücher, Vorhänge, Nachthemd, Socken, Kopfbedeckung, Hut, Schlafsack und eventuell verwendete Inlets zu imprägnieren senkt das Risiko von Mückenstichen, und somit Malaria, Dengue und anderen Tropenkrankheiten weiter.

Mückenschutz - Kleidung und Wäsche imprägnieren
Hier muss man leider oft selbst zum Imprägniermittel greifen, da diese Textilien nur sehr selten vorimprägniert oder mit mückenabweisender Behandlung angeboten werden. Die Ausnahme sind Socken, Kopfbedeckung und Schlafsäcke – hier findet man auch imprägnierte Varianten.

Mückenschutzkleidung durch stichdichte Stoffe
– ohne Imprägnierung

Je nach Einsatzzweck können stichfeste Stoffe als Insekten- und Mückenschutz vollkommen angemessen sein.

Besonders dicht gewebte Stoffe, die sich optimal für Mückenschutzkleidung für eine Reise nach Skandinavien, Kanada, Neuseeland oder andere Mücken- und sand fly-geplage Regionen eignen, sind unter anderem G1000 und NosiDefence. NosiDefence in Kombination mit NosiLife (dauerhafter Moskitoschutz durch Permethrin) eignet sich auch hervorragend als Mückenschutzkleidung für Reisen in tropische Gebiete.

Daneben gibt es noch Mückenschutzkleidung von viavesto. Der gleichnamige Stoff viavesto ist ein mückendichtes Gewebe, das zusätzlich einen Lichtschutzfaktor von UPF 50+ hat. Dies ist der höchstmögliche Lichtschutzfaktor bei Kleidung. Außerdem sind die Kleidungsstücke an der Innenseite mit Coolmax Mesh ausgestattet, was die Haut kühl hält.

Während man in Skandinavien mit engmaschiger, moskitodichter Trekkingkleidung bestens bedient ist, werden bei einer Reise in die Tropen je nach Risiko für Malaria und Dengue im Reiseziel stärkere Kaliber benötigt. Die engmaschigen, stichdichten Kleidungsstücke sind zudem oftmals nicht optimal an das Klima in den Tropen angepasst. Als Kleidung für eine Reise in die Tropen sind sie zu warm, führen zu vermehrtem Schwitzen und haben geringen Tragekomfort.

Moskitodichte Kleidung aus G1000

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Welche Stoffe sind stichdicht? – Zusammenfassung

Welche Stoffe sind stichdicht? Auch diese Frage stellt man sich bei der Auswahl der Mückenschutzkleidung, etwa für eine Reise oder fürs Trekking.

Hier noch einmal kurz und übersichtlich zusammengefasst: Stichdicht und somit für Mückenschutzkleidung geeignet sind unter anderem folgende Stoffe:

  • G1000
  • NosiDefence von Craghoppers
  • viavesto vom gleichnamigen Hersteller viavesto

Nun zu den Kriterien zur Auswahl von Mückenschutzkleidung:

 

Kriterien bei der Auswahl der Moskitoschutz-Kleidung

Imprägniert, stichdicht oder beides?

Was sich hinter dem Begriff Anti-Moskito Kleidung verbirgt, bleibt oft unklar. Ob die mückenabweisende Wirkung sich aus besonders dicht gewebten Stoffen oder aus einer Imprägnierug ergibt, ist vielen Produktbeschreibungen von sogenannter Anti-Mücken-Kleidung nicht zu entnehmen. In den Tropen ist das aber entscheidend! Denn man möchte sich schließlich auf der Reise vor Malaria, Dengue und anderen durch Mücken übertragenen Tropenkrankheiten schützen. Ohne explizit erläuterte Funktionsweise der Kleidung weiß man nicht, ob die Mückenschutz-Wirkung lediglich auf moskitodichten Stoffen oder auf einer Imprägnierung beruhen soll. Auch, ob es sich bei der Imprägnierung dieser Anti-Moskito-Kleidung um wirksamen Mückenschutz oder um einen dubiosem Wirkstoff handelt ist nicht ersichtlich.

Man sollte also genau nachlesen, um welche Art Insektenschutz es sich bei dem Produkt handelt, das man im Auge hat. Bei vagen Formulierungen wie Anti Moskito oder Mückenschutz-Kleidung sollte man näher nachhaken. Vor allem ‘imprägnierte’ Moskitoschutzkleidung, die mit Zitronella oder andere natürlichen ätherischen Ölen eingerieben ist, ist extrem unzuverlässig und nicht empfehlenswert, wenn man sich in einem Malariagebiet bewegt.

Farben

Ob man als Mückenschutz helle oder dunkle Kleidung tragen soll, ist eine Frage, die viele beschäftigt. Diese Frage lässt sich leicht beantworten:
Wenn man mit seiner Kleidung keine Mücken anziehen möchte, sind helle Farben zu empfehlen, darauf fliegen Mücken weniger.

Anekdotenhafte Empfehlungen zu vorteilhaften Farben sind zahlreich. Vereinzelt beschäftigen sich auch Studien mit diesem Thema, kommen aber nicht immer zum selben Ergebnis. Die Anziehungskraft von Farben kann sich auch nach je Mückenart unterscheiden. Die generellen Aussagen lassen sich auf folgendes herunterbrechen:

Knallige und satte Farben können nachteilig sein, wohingegen pastellige oder wenig intensive Farben anscheinend weniger angeflogen werden. Hier könnte man beispielsweise matte Farben wie beige und khaki satten Farben wie gelb und knallgrün gegenüberstellen.

Was ziemlich übereinstimmend beobachtet wird ist, dass dunkle Farben eine anziehende Wirkung auf Mücken haben. Besonders schwarz, blau und dunkles lila sollte man vermeiden. Dies scheint einleuchtend, da menschliche Adern blau durch die Haut durchschimmern, und Mücken für diese Farbe wahrscheinlich besonders sensibilisiert sind. Auf alle Farben, die grob derer von Venen und Adern ähneln wäre vorsichtshalber zu verzichten. Manchmal wird auch rot hier dazugerechnet.

Teilweise wird auch beobachtet, dass Insekten gerne auf gelb fliegen. Ob dies auch auf Mücken zutrifft ist nicht klar.

 

satte Farben
wirken anziehender als
blasse Farben

 

 

zieht weniger an
zieht stärker an

 

Muster wie Streifen, Polka Dots und Karos oder auch Prints können einen Einfluss auf die Anflugrate haben. Alles was irgendwie verwirrend wirkt könnte es Mücken schwerer machen einen als solide Form zu erkennen. Anekdotenweise können Mücken die Oberfläche dann nicht als solche identifizieren und erkennen nicht, ob und wo sie landen können.

 

Streifen könnten empfehlenswert sein. Wenn man das schwarz-weiße Streifenmuster betrachtet und einem leicht schwindelig wird, weiß man warum.

 

Das Muster von Zebras hat demnach seinen Sinn, es dient wahrscheinlich dazu Tse-Tse-Fliegen fernzuhalten.

Bei Blumenmustern sind die Aussagen uneindeutig. Teilweise werden sie als ähnlich verwirrend wie Streifen angesehen. Teilweise hingegen als besonders anziehend, da sich Moskitos von Nektar und anderen zuckerhaltigen Pflanzensäften ernähren. Wenn die Weibchen nicht gerade Blut saugen.

Wie dem auch sei, selbst wenn Blumenmuster Moskitos abschrecken sollten, können sie sehr wohl anziehend auf andere Insekten, wie Bienen oder Wespen, wirken. Vielleicht sollte man sie allein aus diesem Grund meiden.

Natürlich hat den wichtigsten mückenabweisenden Effekt das Imprägniermittel! Man kann sich in Risikogebieten für Malaria oder Dengue keinesfalls nur auf Experimente mit hellen oder gemusterten Kleidungsstücken verlassen. Trotzdem ist es einen Versuch wert, ob diese kleinen Kniffe bei der Mückenschutzkleidung zusätzlich helfen.

Passform

Langärmlige Oberbekleidung und lange Hosen sind bei der Mückenschutzkleidung wichtig, auch wenn es bei tropischen Temperaturen im Reiseland nicht gerade einladend wirkt. Wenn man zur Belohnung vor Mückenstichen verschont bleibt, ist man allerdings schnell dankbar. An Socken denkt man oft nicht, aber sie helfen Moskitos abzuwehren, die gerne tief fliegen und im Knöchelbereich stechen. Auch für Kopfbedeckung sollte man sorgen, eventuell sogar mit Kopfnetz, wenn die Moskitoplage besonders groß ist. Allein zum Schutz vor Sonne sind Hüte in heißen Regionen empfehlenswert.

Die Mückenschutzkleidung sollte dicht abschließend, aber trotzdem locker sein und nicht eng anliegen. Wenn die Mückenschutzkleidung zu körpernah sitzt, können Mücken einfach darauf landen und hindurchstechen.

Darum sollte die Moskitoschutzkleidung auch engmaschig und stichfest sein. Dafür gibt es spezielle Materialien, wie G1000 oder NosiDefence, allerdings eignen sich auch andere Materialien. Für Reisen in die Tropen sind an stichdichten Stoffen Craghoppers NosiDefence und viavesto geeignet, da die Stoffe nicht zu dick für hohe Temperaturen sind.

Imprägniert werden sollte die Kleidung für Länder mit Malaria- und Dengue-Risiko immer!

 

Mückenschutzkleidung richtig pflegen, waschen und aufbewahren

Pflege, Wäsche und Aufbewahrung von Mückenschutzkleidung

  • Mückenschutzkleidung bis zur Verwendung in dunklen, luftdichten Tüten aufbewahren
  • Waschhinweise auf dem Etikett hinsichtlich Temperatur und Waschmaschineneignung beachten
  • Mückenschutzkleidung nicht bügeln oder in den Trockner geben
  • selbstimprägnierte Mückenschutzkleidung für sicheren Schutz während der Reise nur auslüften lassen oder nach jedem Waschgang neu imprägnieren
  • laut WHO übersteht die Imprägnierung wohl teilweise einige Wäschen mit kaltem Wasser, eventuell auch mit Seife
  • beim Waschen mit warmem Wasser und Seife geht der Wirkstoff schneller, oder aber auch sofort, verloren

 

Über den Wirkstoff Permethrin

Permethrin ist ein synthetisches Pyrethroid, eine Form des natürlich in Chrysanthemen vorkommenden Insektizids Pyrethrum, und wird unter anderem zur Behandlung von Mückenschutzkleidung verwendet. Pyrethroide gehören zu den Nervengiften.

In Tierversuchen gab es Hinweise, dass Permethrin möglicherweise schwach karzinogen oder onkogen wirken könnte. Diese Wirkung wurde bisher nur bei Tieren bei oraler Aufnahme einer höheren Dosis über einen längeren Zeitraum beobachtet. Nicht bei Hautkontakt. Beim Menschen wurde dasselbe nicht untersucht, kann aber nicht ausgeschlossen werden.

Der National Research Council der USA kommt zu dem Schluss, dass Permethrin-imprägnierte Uniformen von US-Soldaten nicht als ernste karzinogene Gefahr angesehen werden. Wenn Hautstellen mit überlappender DEET- und Permethrin-Exposition zu höherer Absorption des letzteren führen würden, müsste eventuell das karzinogene Risiko reevaluiert werden. Dies müsste noch untersucht werden. Insgesamt wird empfohlen 2 verschiedene Uniformen herzustellen und nur das Feldpersonal mit der imprägnierten Kleidung auszustatten. Daraus kann man schließen, dass man die Mückenschutzkleidung nur tragen sollte, wenn wirklich nötig.

Bedenken sollte man auch, dass Permethrin der gängige Wirkstoff zur Behandlung von Kopfläusen beim Menschen ist. Eine gewisse Sicherheit des Wirkstoffs kann also vorausgesetzt werden. Außerdem ist es ein zugelassener Wirkstoff bei Krätze und Rosacea. Permethrin wird auch in Teppichen zum Schutz vor Insektenbefall verwendet und ist dadurch in vielen Haushalten zu finden.

Auch durch Lebensmittel werden Pyrethroid-Rückstände aufgenommen. Solange der ADI (Acceptable Daily Intake) nicht überschritten wird, sind keine gesundheitlichen Wirkungen zu erwarten. Der ADI gibt an, welche Menge eines Stoffes ein Mensch täglich ein Leben lang ohne erkennbares Gesundheitsrikio aufnehmen kann.

Selbst wenn es eine minimale Erhöhung des Krebsrisikos durch Permethrin gäbe, wäre dies einer für nicht-immune Mitteleuropäer unbehandelt tödlichen Malaria Tropicana vozuziehen. Bei einer Risiko-Nutzen-Abwägung ist Permethrin-behandelte Mückenschutzkleidung die deutlich bessere Wahl.

Die vorigen Punkte geben höchstens einen Wink, die Imprägnierung der Mückenschutzkleidung nicht selbst vorzunehmen. Dabei könnte man das Spray einatmen oder durch nicht gründlich genug abgewaschene Hände nach einer Imprägnierung kleine Mengen des Wirkstoffs über den Mund aufnehmen. Orale Aufnahme sollte unbedingt vermieden werden.

Vor allem bei dem dauerhaft Permethrin-behandelten Stoff NosiLife, bei dem nach 100 Wäschen noch 98% der Wirkung erhalten ist (siehe Wikipedia), ist es nicht weit hergeholt davon auszugehen, dass sich nur unwesentliche Mengen der Substanz lösen können. Und das vornehmlich beim Waschen.